TechDays 2010 – ein Fazit
Ne, das war nix! Nachdem ich jetzt eine Weile keine TechDays mehr besucht habe, dachte ich mir, ich wage es dieses Jahr wiedermal. Wenns nix wird, werde ich wenigstens mit bei MS-Veranstaltungen üblich gutem Essen verwöhnt – dachte ich mir, aber von vorne.
Die TechDays fanden dieses Jahr im Congress Center in Basel statt. Die Location war soweit in Ordnung, ausser das in div. Sessions die Internetverbindung unbrauchbar instabil war – wer auch immer dafuer grade stehen muss, kriegt hoffentlich einen Rüffel. Wenigstens auf die Swisscom Hotspots war verlass, so konnte auf diese ausgewichen werden.
Aber das wichtigste sind wohl die Sessions, und diese enttäuschten (mit wenigen Ausnahmen) durchs Band.
Schon die KeyNote liess nichts gutes erahnen: nachdem man die zwei, milde gesagt, unkomischen Komiker ertragen hatte, gabs einen Vortrag über das eigentlich sehr verheissungsvolle Thema Film-Effekte. Leider war das ganze viel zu wenig konkret und technisch, so dass es mehr oder weniger darauf hinauslief, dass man Szenen aus Hellboy II (ohne Ton) geniessen konnte. Da wäre mehr drin gelegen.
Die eigentlichen Sessions fingen dann sehr gut an. Ronnie Saurenmann gab bei seiner Silverlight 4 Introduction alles! Das war komischer als die beiden angestellten Komiker und informativ zugleich. Bis auf die Advanced Silverlight-Session (wieder von Ronnie Saurenmann) konnte man den ersten Tag aber getrost vergessen. Tiefpunkt war der zweiteilige Vortrag “Sharepoint fuer Entwickler” von Olaf Feldkamp. Da war einfach viel zu wenig Fleisch am Knochen und das ganze war trotz des Titels eher auf ein Management-Publikum ausgerichtet.
Am zweiten Tag kann ich nur die Session von Michael Hofer zu den Sandboxed Solutions positiv herausheben. Der Inhalt war dem Publikum entsprechend technisch und hatte auch etwas Tiefe. Vorgetragen war das ganze locker und angenehm. Schade nur das Michael den Lumpensammler-Slot ganz am Schluss erhalten hat.
Ansonsten hätte ich auch den zweiten Tag besser an der Sonne verbracht.
Als Tüpfelchen auf dem i stellte sich dann das “Abschlussgeschenk” von Microsoft heraus. Beim rauslaufen erhielt jeder Teilnehmer eine gefuellte Strandtasche – gefuellt mit Werbung – komplett für die Tonne. Das alles in Kombination ist fast schon eine Frechheit für eine Veranstaltung die fast CHF 520 kostet. Da habe ich an kostenlosen (Partner-) Events von Microsoft schon viel besseres erlebt.
Ach ja – damit sich der Kreis wieder schliesst. Nein auch das Essen holte das ganze nicht raus. Es war zwar einigermassen ok, aber mehr auch nicht.
Ich hoffe MS geht hier für naechstes Jahr nochmals ueber die Bücher – sonst waren das meine letzten TechDays. Gefordert sind mehr Tiefe, mehr Technik, weniger Marketing – und gutes Essen
Und bitte lasst das mit den Drittliga-Komikern, das braucht niemand.