Ich hab nun ein paar Wochen Vista hinter mir und möchte mal ein erstes Fazit loswerden. Fangen wir doch bei den guten Seiten an:
Loves
- Nach der Installation war gleich alles bereit und funktionstüchtig (von WLAN bis GFX)
- Endlich endlich hat auch Windows ein einigermassen brauchbares Screenshot-Utility: Snipping Tool
- Die Suchfunktion im Startmenü ist cool und ab sofort mein neuer Freund
- Shadow-copies, super Sache das!
- Die mitgelieferten Desktop-Backgrounds sind hübsch ;-)
- AERO-Glass ist hübsch und flüssig
- Die neuen Icons sind hübsch :-)
Hates
- Wenn ich in "Program Files" (oder irgendeinem anderen 'geschützten' Ort) einen neuen Ordner erstelle, benötigt das 4(!) Bestätigungen, dass ich das auch wirklich möchte (2 mal für den Ordner selbst, und dann noch 2 mal für's Umbenennen bzw. Benennen). Ich bin auch für Security... aber das geht zu weit.
- Auch nach 6 Mrd Investitionssumme kann Windows noch immer keine ISO's direkt brennen.
Das Windows auch kein Tool zum mounten von ISO's mitbringt kann ich verkraften, aber dass ich bis jetzt noch nicht ein Tool gefunden habe, dass dies unter Windows schafft schmerzt. Und die Tatsache, dass bei der Installation eines solchen Tools die Meldung "Windows akzeptiert nur signierte Treiber" erscheint, macht Sorgen...
Update: Anscheinend scheinen die Daemon-Tools tatsächlich zu laufen. Ich hab das nun auf einem zweiten System ausprobiert und dort gehts. Komisch... werde mich da mal schlau machen (Danke Denis)
- VS 2005 läuft nur mit Mühen unter Vista
- Das Startmenü (bis auf die neue Suchfunktion) ist schlichtweg schlecht, keine Ahnung wer auf diese Idee kam
Fazit
Die beiden Listen könnten wohl beliebig verlängert werden. Auch ist natürlich zu hoffen, dass mit der Zeit die Hates-Liste durch Patches, Updates und der schlichten Gewohnheit kleiner wird.
So wirklich bekehrt bin ich aber noch nicht. Vista sieht zwar nett aus, aber wenn man sich zum Beispiel mal das Beryl-Projekt für Linux ansieht, relativiert sich das doch sehr. Das Microsoft nicht einen derart spielerischen Weg wie Beryl eingeschlagen hat, ist sicherlich ok, aber ein bisschen mehr Innovation wäre nicht schlecht gewesen. Auch ein paar mehr Möglichkeiten zum Customizen fehlen, der Hang zur Individualität hört ja nicht beim Auto auf ;-)
So nach den ersten Wochen sieht man vorallem Änderungen am Lack (um bei den Autos zu bleiben) und unter der Haube. Wirkliche neue Features muss man dann schon eher suchen. Aber es sind ja meist die grossen Sachen die man erwartet, jedoch die kleinen Dinge die einem erfreuen.